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Gnosis, Kybalion und die Lehren des Don Juan

 

Fast schon ein bißchen Science Fiction

 

Ungefähr ein Fünftel des verstandesmäßig erfaßbaren Materials der Nag Hammadi Codices (NHC) behandelt den Ursprung, die Motivation und die Methoden einer Spezies, die Archonten genannt wird, aber auch als "Wächter" und "Herren der Welt" charakterisiert werden (→ Elohim und Demiurg).

Ihr Name läßt sich ableiten von arché (altgriechisch ἀρχή für „Anfang“, „Prinzip“, „Ursprung“) ein Begriff für das Prinzip des Seienden. Die Frage nach der Arché ist die Frage nach dem Anfang des Seienden, nach einem Urstoff (= Stoff aus dem alles besteht) oder Urprinzip (= Gesetzlichkeit von (Entstehung/Vergehen) der Welt).

Nach der gnostischen Kosmologie (Lehre von der Welt), enstanden sie in einem frühen Stadium des Sonnensystems, noch vor der Gestaltung der Erde. Diese bizarren Entitäten könnte man durchaus als Heuschrecken ähnlich bezeichnen. Eine Spezies kybernetischer Organismen mit silikonartigen Körpern, die ihnen nur kurze Raubaufenthalte in unserer sauerstoffreichen Atmosphäre erlauben.

 

Sie bewohnen das gesamte Sonnensystem und bereisen die Planeten (interdimensional) mit ihren Raumschiffen. Es gibt Hinweise in den gnostischen Texten darauf, dass sie verglichen werden mit einer Art überwachender Aufseher des leblosen Teil des Sonnensystems (→ anorganisch). Nicht alle, aber doch einige der sogenannten UFO-Sichtungen und Entführungen können wohl ihnen zugerechnet werden.

 

Obwohl die Archonten auch physisch (in ihrer Dimension) existieren, ist die eigentliche Gefahr die sie für die Menschheit darstellen nicht die, dass sie den Planeten übernehmen, sondern ihre Invasion des menschlichen Geistes.

 

Die Archonten sind intrapsychische Mindparasiten, die vom menschlichen Geist durch Telepathie und Simulationen (der Wirklichkeit) Besitz ergreifen. Sie ahmen Wirkliches nach, infizieren unsere Vorstellungen und nutzen die Macht der Illusion, der Täuschung und der Verwirrung.

Sie tun dies einerseits zu ihrem eigenen Vergnügen, ohne einen bestimmten Grund oder ein Ziel zu verfolgen. Andererseits ist dieses "Vergnügen" auch Nahrung für sie. Unsere Ängste, Kummer und emotionalen Tiefs sind deren Hochgefühl und gleichzusetzen mit einer königlichen Nahrung, da sie sich von diesen Energien ernähren. So sind Kriege, Katastrophen und die daraus erwachsenden emotionalen Angst- und Panikzustände im wahrsten Sinne ein gefundenes "Fressen" für diese Gattung anorganischer Lebensformen. Sie sind roboterhaft in ihrem Wesen, gleich einem Schwarmbewußtsein, unfähig einen unabhängigen Gedanken zu treffen oder eine kreative Entscheidung zu treffen. Sie haben keinen wirklichen Lebensplan, außer sich an die Menschen zu hängen und durch diese zu leben. Sie geben die abenteuerlichsten Vortäuschungen von sich, spielen den Menschen vor, sie hätten sie erschaffen, was sie nicht haben! Dazu fehlt ihnen die Kreativität, doch sie sind seit Beginn ihrer eigenen Existenz neidisch auf die Spezies Mensch - Anthropos - geschaffen durch die willentliche Emanation und einen Liebesakt zwischen zwei Äonen: Sophia und Christos!

Leider gab es in diesem Akt einen kleinen "Fehler", nämlich just in dem Moment, wo Sophia (siehe auch den Sophia Mythos NHC) sich in ihrer Schöpfungsexstase aus der Polarität ihres Counterparts bewegte und sich so sehr mit ihrer Emanation identifizierte, dass sie buchstäblich in sie "hineinstürzte". Und noch etwas geschah, sie belebte dadurch ohne ihren Schöpferwillen und die Absicht dazu, einige der subatomaren Regionen des Raumes, welche die Griechen dem Chaos zuordnen. Chaos wird in den meisten Fällen falsch übersetzt bzw. eingeordnet. Denn es hat nichts mit unserem Verständnis von Chaos zu tun. Chaos ist nicht Durcheinander. Vielmehr beschreibt dieses Wort den Zustand der feinstofflichen Struktur des Kosmos. Der Stoff, aus dem die Materie "gemacht" wird. Die Griechen deuteten dies mit dem "Verwobensein mit Allem" und dem Ort, aus dem die Materie geboren wird. In der Sprache des 21. Jahrhunderts kennen wir dafür ein anderes Wort: subatomar. Denn aus dem subatomaren Zustand, dem Äther, geht alles hervor.  Wenn wir verstehen lernen, dass das physische Universum auf einem nicht physischen basiert, und beides belebt ist (und das nicht nur mit humanoiden Lebensformen), so klärt sich manches Miß- bzw. Unverständnis

 

Zurück zu Gaia Sophia: also ein "Fall" im sprichwörtlichsten Sinne des Wortes... der Fall, mit dem wir heute noch zu kämpfen haben. Denn das Eintauchen eines Äons (Geistwesen großer Ordnung) war nicht geplant und brachte einige Umstände mit sich, die, so beschreibt es der Schöpfungsmythos in den NHC, nur durch das Eingreifen des zweiten Äons zu einem gewissen Maß an Ordnung führt, was allerdings zu einer bleibenden Veränderung des Biosphärenfeldes des Planeten Erde führte. Sophia tauchte also in ihre eigene Emanation ein, ein Zustand, der unseren Planeten in der Tat zu etwas Besonderem macht, denn längst nicht alle Planeten sind "beseelt". 

 

Während dieses Schöpfungsaktes wurde die Spezies der Archonten miterschaffen, eine Art "prüfendes Gegengewicht" für die Spezies Mensch? Darüber kann man philosophieren. Aus der Sicht eines höheren Planes ist das durchaus denkbar.

 

Die seelenlose Bewußtsein der Archonten, geboren aus dem Chaos oder sagen wir gleich aus der Verwirrung, hielt sich dementsprechend verwirrt selbst für den Schöpfer des Universums. Verwirrt deswegen, da ihre Schöpfung wohl keiner direkten Absicht bzw. Emanation eines höheren Wesens folgte.

Der erste unter ihnen, die Gnosis nennt ihn beim Namen - Yaldabaoth - begegnet uns dann in unserer Geschichte mannigfaltig wieder. Einer seiner bekanntesten Namen ist Jehova. 

 

Hier gibt es weitere interessante Sichtweisen und Erklärungen

 

 

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