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Bucolica 4 - Vergils 4. Ekloge

 

Geburt eines neuen Weltenjahres (4. Lied der Hirtengedichte)

 

Ultima Cumaei venit iam carminis aetas;

magnus ab integro saeclorum nascitur ordo.

iam redit et Virgo, redeunt Saturnia regna,

iam nova progenies caelo demittitur alto.

tu modo nascenti puero quo ferrea primum

desinet ac toto surget gens aurea mundo

casta fave Lucina tuus iam regnat Apollo

 

 

Letzte Weltzeit brach an – Prophetie der Sibylle von Kyme:

Groß von Anfang an neu wird geboren der Zeitalter Reihe

schon kehrt auch die Jungfrau zurück, es kehrt zurück                                      die Herrschaft des Saturn,

schon wird neu ein Sprößling entsandt aus himmlischen Höhen.

Sei nur dem eben geborenen Jungen, mit dem das Geschlecht von

Eisen vergeht und in aller Welt das von Gold wieder aufsteht,

sei nur, Lucina, du reine, ihm gut; schon herrscht dein Apollo!

 

 

Die Geburt eines neuen Äons

Ein Aiôn (lateinisch aevum, deutsch meist mit Ewigkeit übersetzt) ist der Kreisschluß der Zeit, die in sich bereits durch eine Jahreszeit analoge Periodik von vier Weltaltern und auch durch die Weltmonate des platonischen großen Jahres gegliedert ist.

Der Aiôn selbst erscheint in dieser vierten Ekloge imaginativ-prophetisch als messianisches Kind, mit dessen Geburt der ewige Frühling des Goldenen Zeitalters in die Zeit einbricht bzw. die Zeit selbst durch den Übergang vom eisernen Ende in einen neuen goldenen Anfang zu einem Ewigkeitskreis, d.h. eben zu einem Aiôn, zusammenschließt; in der Tat bilden das silberne, eherne und eiserne Zeitalter nur eine Art pädagogischer Zwischenphase mit Aufgaben für heranwachsende Helden innerhalb dieses, in sich ewigen, Frühlings. Vergil schrieb diese seine Hirtengedichte 40 v. Chr. - die Betonung liegt auf 'vor'. Denn in ihnen wird 40 Jahre vor der sogenannten Geburt Christi eine Geschichte erzählt, die wir später im neuen Testament als messianische Geschichte wiederfinden.

Und hier finden wir den Wahlspruch, das Motto der sogenannten Illuminaten: novus ordo seclorum. Denn dieser verkahlte Spruch geht genau auf dieses Gedicht der 4. Ekloge Vergils zurück.

 

Das ist Stoff für mehr als nur ein paar Zeilen, deshalb bringen wir dieses Thema ausführlicher in unserer Gesprächsrunde zur Sprache.

 

Der Geburt des Neuen Zeitalters liegt das zyklische Wiederkehren des Weltenjahres zugrunde, welches immer mit der Herrschaft des Saturn beginnt. Saturn, dem Herrn der Ringe, im phönizisch – kanaanitischen auch El genannt.

 

Saturn ist bis zum heutigen Tag ein wichtiger Symbolgeber, wir finden seinen Einfluß überall und jeden Tag. Im Altertum trugen seine Hohenpriester und Anhänger schwarze Roben, und das tun sie bis zum heutigen Tage: wir nennen sie heute Priester, Richter und Staatsanwälte. Bis zum heutigen Tag hat sich die signifikante Dominanz dieses 'Glaubens' (um nicht zu sagen Aberglauben) in der Politik, Religion  und Justiz gehalten.

 

Saturn (El) war ein sehr wichtiger Gott für die Hebräer und die Phönizier. Die Lehre floß auch im Europa des Altertums mit ein, nämlich bei den keltischen Druiden. So ist der Druidismus in der Tat eine phönizisch-kanaanitische Theologie. Eines der bedeutensden Symbole dieser Religion ist der Zauberstab, gemacht aus dem heiligen Holz [Holy Wood] der Stechpalme (Ilex).

 

Fazit: die Neue Weltordnung, besser das Neue Äon, die Wiederkehr des Goldenen Zeitalters, wäre demnach die Wiederkehr der Herrschaft Saturns, des Lord of the Rings. Ein kompliziertes und überaus delikates Thema... vor allem aber ein sehr subjektives 'Glaubensthema'.  Denn die Frage ist hier: wollen wir Menschen tatsächlich die Herrschaft Saurons (Sauron - Synonym für Saturn)?

 

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