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Die männliche Depression

 

Eine Depression äußert sich bei Männern oft anders als bei Frauen. Viele werden aggressiv und gereizt. Doch häufig wird die Krankheit bei Männern nicht erkannt, da sie sich anders zeigt als bei Frauen.


Gereiztheit, Aggressivität und Wut können bei Männern durchaus Anzeichen sein, die auf eine Depression hinweisen. Mediziner gehen davon aus, dass jeder zehnte Mann in seinem Leben an einer Depression erkrankt. Warum ist das so? Weil Männer anders (ganz anders) gestrickt sind, als Frauen.
Depressionen haben etwas mit dem Ungleichgewicht des (Gehirn)Stoffwechsels zu tun. Da wir uns im Grunde über die Hormone definieren, also auf Grund der Verteilung während der Entstehung im Uterus, kann ein Ungleichgewicht zu extremen Folgen führen. So kann man durch künstliche Gabe von Hormonen aus einem friedfertigen Menschen einen Killer machen. Das geht durchaus.


Da der Mensch ein überaus komplexes Wesen ist und seine neurologischen Steuerungen immer noch erforscht werden, kann demzufolge schon ein kleines Ungleichgewicht, welches sich über einen längeren Zeitraum hält, zu einem Stimmungswechsel bei beiden Geschlechtern führen.


Warum ist das nun beim männlichen Menschen dramatischer, als beim weiblichen Menschen?


Das hängt mit dem Konzept zusammen, wie die ‚Natur‘ Mann und Frau geschaffen hat.

Wie wir alle aus der Biologie wissen, sind die jeweiligen Chromosomen dafür verantwortlich, ob sich aus dem befruchteten Ei ein männliches oder ein weibliches Wesen entwickelt. Da gibt es ein X-Chromosom und ein Y-Chromosom. Wobei das X für die weibliche und das Y für die männliche Geschlechtsentwicklung stehen. So ergibt eine XX-Variante ein Mädchen und eine XY-Variante einen Jungen. In der siebten Schwangerschaftswoche wird das entstehende Kind (wenn es eine XY-Variante = Junge) ist, in den männlichen Hormon, die vom Uterus kommen, ‚gebadet‘.

Wenn das passiert, wird die Gehirnarchitektur des entstehenden Wesens männlich. D.h. die inneren Geschlechtsorgane werden ebenso männlich, in der Pubertät entwickelt er sich zum Mann und wird auch von seinem Umfeld wie „ein Mann“ behandelt. Wenn das geschieht, dann handelt es sich um einen der Menschen (75%), die eindeutig in das ihnen zugehörige geschlechtliche Schema in der Gesellschaft hineinpassen. In diesem Falle also um einen ‚echten Mann‘.


Natürlich funktioniert das genauso bei der XX-Variante = Entstehung einen Mädchens. Allerdings gibt es einen gravierenden Unterschied: es muß kein zusätzliches Hormon zugeführt werden, wie das Testosteron beim Jungen in der siebten Schwangerschaftswoche, da zu Anfang immer das X-Chromosom steht und im Falle eines Mädchens bleibt es ganz einfach dabei. Damit entfällt für die werdende Frau ein erheblicher Stressfaktor, der sie auch das ganze Leben über verschont. Nur wird das so gut wie gar nicht gesehen, schon gar nicht in Betracht gezogen bei der Erziehung und es wird auch erst in neuerer Zeit (und auch da nur von wenigen) öffentlich publiziert, was daraus für eingesellschaftliches Problem in der Kommunikation zwischen Mann und Frau entsteht bzw. entstanden ist. 

 

* In diesem Zusammenhang empfehle ich die Vorträge von Prof. Gerald Hüter und Vera Birkenbihl.


Übrigens wird das schwachsinnige ‚Gendern‘ dieses Problem nicht lösen, sondern eher noch verschlimmern und die Leidtragenden sind: die Männer!  


Sehr abgekürzt läßt sich also feststellen, dass die Entwicklung hinein in ein männliches Leben – von der Entstehung, durch die Kindheit, über die Pubertät bis hin zum ca. 21 Lebensjahr – mit sehr viel mehr Stress verbunden ist, als die in ein weibliches Leben. Nebenbei sind 80% der Gendefekte bei Jungen zu finden. Einfach, weil das männliche System fragiler ist, als das der Frau. Man mag es nicht glauben, aber dennoch ist es so.


Das anfälligere System des Mannes


Weil nun der Mann das anfälligere System hat auf Grund seiner Entstehungsgeschichte, wird er durch Vergiftungen und Belastungen auch schwerer getroffen als die Frau
.


Haben denn Vergiftungen etwas mit Depressionen zu tun? Ja, ein klares ‚ja‘ ist die Antwort.

 

Denn Vergiftungen (siehe Schwermetalle und Umweltgifte, aber auch Elektrosmog) verändern die neurobiologische Landschaft in uns gewaltig. Hinzu kommen Schocks und Traumata durch falsche Erziehung (oder sagen wir besser: unwissende Erziehung der jungen Menschen), dadurch übernommene Glaubenssätze von Ahnen, Eltern und Umfeld (Epigenetik) und das Drama ist perfekt.


Durch das gesellschaftliche System ist der Mann zusätzlich in eine Schablone geprägt (wenn er zu den 75% ‚normal‘ entwickelten gehört), die es ihm erschwert, über seine Bedürfnisse und Empfindungen offen zu reden. Zudem galt ja lange Zeit ein depressives Verhalten als typisch weiblich und wenn die Erziehung nun aber ganze Männer fördert und fordert, dann wird es um so diffiziler, sich freimütig zu äußern über depressive Zustände, die sich zudem beim Mann noch anders zeigen bzw. mit anderen Symptomen daherkommen.


Symptome, die man als Mann nicht ignorieren sollte


Neben Ärger, Gereiztheit und Aggressivität gehören auch körperliche Merkmale wie Herzklopfen, Kurzatmigkeit und Schwindelgefühle zu den Warnzeichen einer Depression. Auch Angst und der Eindruck, die Kontrolle zu verlieren, seien denkbare Begleiterscheinungen. Das kann fatal sein: denn depressive Menschen neigen vermehrt zum Suizid. Und es ist tatsächlich so, dass die Suizidrate bei Männern deutlich höher liegt, als bei Frauen und das von der Pubertät an!


Die männliche Stress-Toleranz sinkt durch eine Depression erheblich, was dazu führt, dass depressive Männer sich vermehrt ärgern. Es kommt häufiger zu Wutausbrüchen bei Kleinigkeiten, die nachträglich aber auch wieder bereut werden. Doch auch Grübeleien, Niedergeschlagenheit, Appetitlosigkeit sollten bei Männern nicht übersehen werden.


Flucht in Alkohol, Arbeit und Sport?


Zu den spezifisch 'männlichen' Symptomen der Depression gehören auch ein übermäßiger Alkoholkonsum, riskantes Autofahren, berufliches Überengagement und exzessiver Sport. Wenn Männer sich plötzlich von einem Extrem ins nächste stürzen, denken viele an eine typisch ‚männliche Midlifecrisis‘ und verkennen so die möglichen Anzeichen für eine Männerdepression und eben, dass Männer genauso in die Wechseljahre kommen (siehe Andropause beim Mann), wie die Frauen. Und da kommt es schon naturgegeben zu Hormonschwankungen; wie sich das in einer derart belasteten und vergifteten Gesellschaft wie der unseren auswirkt, mag sich jeder klar denkende Mensch selber vorstellen.


Männer scheuen sich, ‚schwach‘ zu sein


Eine Depression bleibt bei Männern aber nicht nur deshalb vielfach unerkannt, weil sie häufiger untypische Symptome zeigen. Männer versuchen eine Depression lange zu unterdrücken und durch eine Fassade von ihrem Problem abzulenken. Häufig verschweigen sie eine Depression aus Scham und schieben ihr schlechtes Befinden auf Stress und Arbeitsbelastung. Männer gehen zudem seltener zum Arzt und nehmen seltener Hilfe in Anspruch als Frauen.


Keine falsche Scheu zeigen, kommunizieren!


Generell sind Männer weniger offen gegenüber Therapien und Behandlungen. Doch das ist der falsche Weg. Wenn Mann nicht alleine über seine negative Stimmungslage hinwegkommt heißt die Devise als erstes immer: kommunizieren! Mit der Familie, Freunden oder mit Bekannten spielen dabei eine bedeutende Rolle und sollten dem Betroffenen bei den genannten Symptomen Mut zusprechen, auch einen Experten aufzusuchen.


Selbstmordrate ist höher als bei Frauen


Lange galt die Depression als typisch weibliche Krankheit. Jedoch spricht ein wesentlicher Fakt dafür, dass Männer häufiger depressiv sind als Untersuchungen bisher erfasst haben: Männer begehen im Vergleich zu Frauen doppelt so häufig Selbstmord. "Männer versuchen Depressionen lange zu unterdrücken, dann wird es schnell lebensgefährlich", sagt z. B. der Depressionsforscher Professor Mathias Berger vom Freiburger Universitätsklinikum.


Daher: eine psychotherapeutische und/oder kinesiologische Beratung sind keine Schande. Auch ist unbedingt der Zustand der Halswirbelsäule zu überprüfen, da HWS-Traumata durch den gebildeten nitrosativen Stress ebenfalls Depressionen auslösen können.

 

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